ALBERTOSIPIONE

umBAU-zwischen Erinnerung und Entfremdung

testo in italiano sotto "more"

«Der Urbanismus existiert nicht: es ist nur eine ‘Ideologie’ im Sinne von Marx. Die Architektur existiert wirklich, wie Coca-Cola: sie ist ein in Ideologie gekleidetes, reales Produkt, das auf falsche Weise ein verfälschtes Bedürfnis befriedigt. Der Urbanismus kann mit einer Werbekampagne für Coca-Cola verglichen werden: eine reine spektakuläre Ideologie. Der moderne Kapitalismus, der die Reduktion des gesamten sozialen Lebens auf das Spektakel organisiert, ist ausserstande, ein anderes Spektakel zu geben, als das unserer eigenen Entfremdung. Sein Traum von der Urbanisierung ist sein Meisterstück.»
Raoul Vanegeim


Der Urbanismus saniert, zerstört, entfremdet ganze Bereiche unseres täglichen Lebens. Alles wird nutzbar gemacht zugunsten der Mobilität, der Wirtschaft und des Geldes. In der «Gesellschaft des Spektakels» wird zerstört, um zu reinvestieren und Bedürfnisse zu schaffen.
Mit dieser Attrappe versucht man unser Leben so zu steuern, dass wir sie als echt wahrnehmen.
Alles wird dem Markt nutzbar gemacht. Die Städte werden als Labors, als Räume für Versuchskaninchen gestaltet. Investitionen von Millionen für Wenige zu Lasten von Vielen.

Es ist schwierig, in diesem «Inferno» den Weg zum Glück zu finden. Nur die «Orte der Erinnerung», welche vorübergehend von den Baggern verschont geblieben sind, bieten einen Halt, um sich nicht zu verlieren. Es sind Wurzeln der Vergangenheit, die bereit sind zum Bruch, um dem Fortschritt Platz zu bieten.
Somit geht das Verfahren «Tabula Rasa» weiter. In einem kleinen, ruhigen Umfeld auf der Suche nach dem allgemeinen Konsens. Durch diese Art Modernität wächst die Entfremdung und die Industrie der «Glückspillen».

«Die Hässlichkeit des Bestehenden beleidigt Menschen und wird von Geistern unbedeutenden Talents verursacht. Der Wunsch nach Schönheit ermöglicht uns, die Dinge in ihrer wahren Erscheinung zu sehen. Schönheit erkennen bedeutet, sich am Aufbau der Welt, die es noch nicht gibt und diejenige welche noch kommen wird, zu beteiligen.»
Pino Bertelli

Die Stararchitekten werben für den Verkauf von neuen Modellen. Investitionen von Milliarden bewerben futuristische Projekte für «eine bessere Welt». Aber es sind die selben Projekte, einfach neu verpackt. Schlafviertel für die Armen und für die Reichen. Der einzige Unterschied, du kannst dem Bewohner und der Bewohnerin im Quartier der Reichen nicht das gleiche anbieten wie im Quartier der Armen. Du musst dicker auftragen, das Angebot verdoppeln.
Familien sind die erste Zielgruppe der neuen Agglomerationen. Diese Quartiere dienen als unerschöpfliche Einnahmequelle. Vor allem notleidende Familien werden wie Zitronen ausgepresst.

Projekte, die im Gegensatz zur «offiziellen» Kultur stehen, werden zuerst als Ventil geduldet doch
bald unterdrückt oder gar vernichtet.Manchmal sogar mit Gewalt vernichtet .
Die Gebäude wirken als phallisches Symbole. Je höher, desto wichtiger. Grundsätzlich haben sich die Mächtigen der Welt seit dem Mittelalter nicht verändert: Sie stellen ihre Schätze zur Schau und versuchen damit, das Volk klein zu machen. Ich bin dein Gott, ich habe die Macht und beweise es dir jeden Tag, damit du es immer sehen und hören kannst…

«Projekt für einen realistischen Urbanismus: Die Piranesischen Treppen durch Aufzüge ersetzen; die Gräber in Hochhäuser verwandeln; entlang der Kanalisation Platanen pflanzen; Mülleimer zu Fischteichen umwandeln; die Elendswohnungen aufeinanderstapeln und alle Städte in der Form von Museen aufbauen; aus allem und sogar aus nichts Nutzen ziehen».
Raoul Veneigem

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